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St.-Thomas-Kirche Berlin

Über die Laterne auf dem Tambour der Kirche kommt es immer wieder zum Eindringen von Regen- bzw. Kondenswasser, welches auf den Altar tropft. Bei wiederkehrenden Überprüfungen des Zustandes der Laterne wurde eine deutliche Zunahme der Schädigung am Mauerwerk gegenüber der vorherigen Begehung festgestellt. Auf Grund seiner exponierten Lage wird die Laterne stark durch Schlagregen belastet. Augenscheinlich sind über 50% der Mauerwerkssteine beschädigt und tiefe Abplatzungen an der Oberfläche der Steine sind sichtbar. Der Mörtel bricht aus den Lager- und Stoßfugen aus, teilweise liegen die Fugen bereits ca. 3cm frei.

Aufgrund des Umfanges der Schädigung ist ein kompletter Ziegeltausch notwendig, der nur durch einen Komplettabbruch der Laterne und den anschließenden Wiederaufbau möglich wird. Alle intakten Bauteile werden zur Wiederverwendung gesichert und eingelagert. Ebenso muss das Kirchenkreuz aus den 50er-Jahren demontiert und auf Grund massiver Schäden an der Oberfläche restauriert werden. Die abschließende Wiederherstellung erfolgt form- und denkmalgerecht.

Ein bedeutender Teil der Maßnahme wird durch die Gerüstbauarbeiten bestimmt. Vorbereitend muss ein statisches Konzept zur Gerüstkonstruktion erstellt werden. Dieses Konzept sieht eine Brückenkonstruktion vor, die über dem Tambour montiert wird. Die Laterne selbst wird mit einer freistehenden Gerüstkonstruktion bis zur Turmspitze eingerüstet. Der Zugang zur Laterne ist über Aufzüge und die Zugangsbrücken möglich.

 

Leistungsphase

LPH 1 - 9 gem. HOAI

BGF gesamt

 

Bauzeit

Fertigstellung 2021

Standort

Berlin-Kreuzberg
 

Baukosten KG 300-400

Bauherr

Evangelische Kirchengemeinde St. Thomas
 
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